Kommunarts ist eine Internetseite, die sich hauptsächlich mit Kunst beschäftigt. Augenmerk liegt vor allem auf Grafik, Design, Malerei, der Architektur sowie der Auseinandersetzung mit dem sog. sozialistischen Realismus, einigen sozialistischen Künstlern und der heutigen Kunst an sich. Der auf dieser Seite verwendete Kunstbegriff bezieht sich also überwiegend auf die visuelle Kunst, auch wenn zudem auf andere Künste mit eingegangen wird.

Da die Kunst einen Anteil an der Entwicklung eines revolutionären Handlungsbewusstseins und Gegenwartsbewusstseins der Massen besitzt, kann sie auch heute eine Rolle im proletarischen Freiheitskampf spielen, schließlich kann auch die Befreiung des Proletariats erst dann als vollzogen erklärt werden, wenn sich dieses ebenso kulturell-künstlerisch befreit hat. Die Kunst kann daher auch heute wieder Teil dieser Kampfkraft des Proletariats werden, hierzu bedarf es aber der Sammlung entsprechender Potenzen, somit sieht sich Kommunarts dieser Aufgabe in erster Linie verpflichtet.

Natürlich bedarf es hierbei einer klaren und wahrheitsgetreuen Betrachtung der Kunst, ihrer Rolle und ihrer Perspektive. Es gilt Anschauungswelten zu prüfen, klare Begriffe zu formen und mit diesen schließlich zu arbeiten. Dies führt zur Kollision mit Positionen, die sich selbst als sozialistisch verstehen mögen, welche letztlich doch nicht mehr sind als romantisches Geschwätz. Eine Konsequenz mag hieraus sein, dass "sozialistisch" als Begrifflichkeit im Kunstschaffen und auch Betrachten eher untauglich als nützlich ist.

Die Grundhaltung und Zielsetzung von Kommunarts sollten mit diesen einleitenden Worten grob umrissen sein, nun noch etwas darüber in welcher Tradition sich Kommunarts sieht und über die Beziehung zum Marxismus. Die Tradition ist bei diesem Projekt nicht das Kernelement, vielmehr geht es darum, wie so oft in der Kunst, die traditionellen Werte neu zu erfinden, somit wird zum Beispiel der kanonisierte Sozialistische Realismus oft nur als Metapher in Arbeiten und Projekten zu finden sein anstatt ihn einfach stupide weiter zu reproduzieren. Darüber hinaus steht Kommunarts dieser Form des Sozialistischen Realismus ohnehin eher kritisch gegenüber.
Die wesentliche Tradition findet sich (heute zumindest) in der Arbeiterbewegung selbst, in ihrem Kampf um Frieden, Freiheit, Sozialismus und dem sichern bisher Erreichten. Aber vielmehr ist sie inhaltlich übergeordnet, sie verhält sich nicht wie eine Auffassung die nur schwarz und weiß, alt und neu oder gar Bourgeoisie und Proletariat kennt, selbst wenn der letzte Begriff, würden jene die ihn nutzen ernster nehmen, am treffensten sein.

Der Marxismus, als Begriff der theoretischen Grundlage, verpflichtet vor allem zur materialistischen Betrachtung der Welt und zur Kritik an den Widersprüche innerhalb des Kapitalismus. Diese Betrachtungsweise führt unweigerlich zur Konfrontation mit anderen Kunst-Ideologien vor allem mit der „Zeitgenössischen“ bzw. herrschenden Kunstauffassung, und zu einer grundlegenden Kunstdefinitions-Frage in Beziehung zur bürgerlichen Weltanschauung: Kann Kunst Ideologie sein, darf sie es nicht oder ist sie es immer? Diese Frage beantwortet jeder anders, vor allem die Künstler und jene Organe die die Kunst zum Thema haben. Marxistische Kunst ergibt sich nicht durch eine Anleitung oder ist in der marxistischen Wissenschaft vorgegeben, und schon gar nicht im Programm einer kommunistischen Partei, nein, sie formt sich selbst aus der konkreten historischen Situation des Proletariats heraus und nimmt so ihre spezifische Gestalt an. Diese Einschätzung ist keine Absage an eine bewusste kommunistische Kulturpolitik oder ein entsprechendes Programm. Jedoch verlangt sie die Anerkennung der gesellschaftlichen Rolle der Kunst.

In diesem Sinne, Kommunarts

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Derzeit in Arbeit:
- Anteil der Kunst an der Entwicklung des Menschen
- Kunst und wissenschaftliche Methodik, Möglichkeiten der Erkenntnis

Neu erschienen:
- Jack London - Leben - Werk - Rezeption

 

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